FVEE verlangt stärkere Anstrengungen bei Erforschung erneuerbarer Energien



12/01/2009: Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) hat die neue Bundesregierung aufgefordert, die Erforschung der erneuerbaren Energien und der Technologien zur Erhöhung der Energieeffizienz verstärkt zu fördern - und damit zu beschleunigen. Konkret empfiehlt der FVEE eine jährliche Steigerung der öffentlichen Forschungsförderung von jährlich 20 Prozent. Damit könne in der kommenden Legislaturperiode schrittweise eine Steigerung von gegenwärtig 278 Millionen Euro auf 550 Millionen Euro erreicht werden.

Zur Begründung seiner Forderung erklärte der FVEE, der Umbau zu einer nachhaltigen Energieversorgung erfolge derzeit zu langsam, um die gesetzten Ziele der Bundesrepublik für eine nachhaltige Energieversorgung zu erreichen. FVEE-Sprecher Frithjof Staiß betonte, der Forschung und Entwicklung für einen erneuerbaren Energiemix müsse innerhalb der deutschen Energieforschung Priorität eingeräumt werden. Der gegenwärtige Umfang passe nicht zum Ziel, bis 2050 den Energiebedarf deutlich zu reduzieren und 50 Prozent der Energieversorgung durch erneuerbare Energien abzudecken.

Die erneuerbaren Energien tragen nach FVEE-Angaben erheblich dazu bei, der Dynamik des Klimawandels durch eine deutliche Verringerung der Kohlendioxid-Emissionen zu begegnen. Allein 2008 seien durch den Einsatz erneuerbarer Energien rund 112 Millionen Tonnen CO2 vermieden worden. Mit einem Anteil von 15 Prozent am Strom- und 10 Prozent am gesamten Energiebedarf hätten sie sich bereits zu einer tragenden Säule der Energieversorgung entwickelt.

Deutsche Technologien, wie sie auf den Leipziger Fachmessen enertec und TerraTec präsentiert werden, haben sich laut FVEE eine internationale Spitzenstellung erobert. Die deutsche Industrie sei mit Exportquoten bis zu 80 Prozent in vielen Bereichen Weltmarktführer und beschäftige inzwischen 280.000 Menschen, hieß es. Allein in den letzten vier Jahren seien rund 120.000 Arbeitsplätze neu entstanden.

(Quelle: ForschungsVerbund Erneuerbare Energien)


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