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    Nachricht vom 14.08.17 | MEDCARE

    Palliativversorgung stärken

    MEDCARE 2017 mit Fortbildungsangebot für Palliativmedizin und Hospizarbeit

    Die Palliativmedizin und Hospizarbeit hat in den letzten zehn Jahren eine rasante Entwicklung, vor allem im Bereich der spezialisierten Versorgung, genommen. Hier konnten Strukturen geschaffen und etabliert werden, welche es den Menschen am Lebensende ermöglichen gerade auch im häuslichen Bereich zu verbleiben. Zur MEDCARE 2017 (27. bis 28. September 2017) gehen interaktive Falldiskussionen sowie Seminare auf Grundlagen der Palliativmedizin, die Palliativversorgung bei alten Menschen und Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen, Advance Care Planning in stationären Pflegeeinrichtungen sowie die Würde des Menschen ein.

    Trotz aller Entwicklungen in der Palliativmedizin und Hospizarbeit sieht Andreas Müller, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e.V. (DGP), eine große Herausforderung darin, die allgemeine Versorgung zukünftig zu stärken. Zudem appelliert er daran, dass die Versorgung in stationären Pflegeeinrichtungen zwingend verbessert werden müsse. Dahingehend nimmt die MEDCARE, Kongress mit Fachausstellung für klinische und außerklinische Patientenversorgung, einen wichtigen Stellenwert ein. „Da es nicht nur spezialisierte Einrichtungen gibt, müssen die Themen Hospizarbeit und Palliativmedizin in die allgemeine Versorgung transferiert werden. Zur MEDCARE erfolgt vor allem ein Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern. Damit entsteht nicht nur eine Sichtweisenerweiterung für letztere sondern auch für die DGP und den Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen e.V.“ Ausgewählt wurden jene Themen, die derzeit sehr intensiv in der Fachwelt diskutiert werden sowie Themen bezugnehmend auf das Hospiz- und Palliativgesetz vom November 2015.

    Wichtigkeit von Grundlagen

    „Das richtige Erkennen von Symptomen und deren Therapie muss als Grundwissen vorhanden sein. Denn nur, wenn die breite Fachlichkeit die Grundlagen versteht, können diese auch für die Betroffenen gut angewendet werden“, unterstreicht Müller. Zudem sei es notwendig gerade im Bereich der Pflege immer wieder für das Thema im alltäglichen Umgang mit Menschen am Lebensende zu sensibilisieren. Daher werden Grundlagen der Palliativmedizin und Hospizarbeit in einer Falldiskussion erörtert.

    Palliativversorgung diskursiv

    Neben den Grundlagen wird im Speziellen die Palliativversorgung von alten Menschen in einer weiteren Falldiskussion mit Dr. med. Barbara Schubert und Ansgar Ullrich besprochen. Beschwerden, Wünsche und Bedürfnisse jüngerer und älterer Menschen am Ende des Lebens unterscheiden sich nur unwesentlich voneinander. Sehr verschieden können jedoch die Versorgungsbedingungen, die Möglichkeiten einer konsequenten Symptomerfassung oder etwa die Kommunikationsfähigkeiten dieser Patienten sein. Multimorbidität, Altersveränderungen und Organinsuffizienzen betreffen betagte Menschen stärker als jüngere, meist onkologische Palliativpatienten. Und doch können wichtige Grundsätze der Palliative Care auf die Gruppe der betagten Patienten am Lebensende übertragen werden. Die Falldiskussion beschäftigt sich mit dem geriatrischen Patienten am Ende des Lebens, seiner Versorgungssituation, den häufigsten Symptomen und deren Linderung sowie Optionen der Symptomerfassung bei Menschen mit Demenz.

    Palliativversorgung bei Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen

    Auch Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen bedürfen einer speziellen Palliativversorgung. Worauf hier zu achten ist, zeigt Dr. med. Hermann Jungnickel in einem Seminar. Er erklärt, dass es bei der Betreuung von Menschen mit Behinderung meist um Entwicklung und Förderung geht. Der Verlust von Fähigkeiten im Alter oder durch Krankheit ist schwer zu akzeptieren, vor allem bei oft sehr engen persönlichen oder professionellen Beziehungen. Genau dieser Problemkontext rückt zur MEDCARE in den Fokus. Da Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen keine Patientenverfügungen treffen können, ist eine intensive Vorarbeit erforderlich, um den mutmaßlichen Patientenwillen erfassen zu können. In der Palliativsituation ist es wichtig, das Befinden des Patienten zu beobachten, so Jungnickel. Im Seminar werden Möglichkeiten der strukturierten Beobachtung erörtert.

    Advance Care Planning in stationären Pflegeeinrichtungen – die praktische Umsetzung

    International hat sich das Konzept des Advance Care Planning rasant entwickelt und bereits in ersten Modellprojekten in Deutschland Fuß gefasst. Es soll dabei unterstützen Betroffene auch dann entsprechend ihrer individuellen Wünsche zu behandeln, wenn sie sich selbst nicht mehr zu ihrer medizinischen Behandlung äußern können. Ein mehrzeitiger kommunikativer Prozess ermittelt bezugnehmend zur zukünftigen medizinischen Behandlung und vor allem bei potentiellen Notfallsituationen das Anliegen der Patienten, dokumentiert es anwendungstauglich und aktualisiert es bei Bedarf. Die praktische Umsetzung des Advance Care Planning in stationären Pflegeeinrichtungen wird zur MEDCARE in einem Seminar behandelt.

    Schmerzmessung und Schmerztherapie

    Die adäquate Behandlung von Schmerzen ist seit jeher eine der grundlegenden Aufgaben der Palliativmedizin. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die starke Subjektivität der Schmerzempfindung jedes Patienten und die häufig multifaktorielle Genese der Schmerzen dar, weiß Dr. med. Martin Kamprad. Inhalt des Seminars im Rahmen der MEDCARE ist neben einer kurzen Einführung in die Pathophysiologie des Schmerzes die ausführliche und praxisorientierte Darstellung der wichtigsten in der Palliativmedizin verwendeten Analgetika. Außerdem kommen Fallbeispiele onkologischer Palliativpatienten zur Darstellung.

    Würde im Mittelpunkt

    Verankert im Artikel 1 des Grundgesetzes, ist Würde zum Beispiel in der Palliativmedizin allgegenwärtig. Was aber bedeutet Würde? Was beinhaltet Würde sowohl für Patienten, Angehörige, aber auch diejenigen, die professionell in der Patientenversorgung tätig sind? Diesen Fragen geht der Diplompsychologe Urs Münch zur MEDCARE nach. Er erklärt, wie sich Würde definieren lässt und auf welche Art und Weise Würde-wahrende Arbeit mit Erkrankten und deren Angehörigen stattfinden kann. Dabei geht Münch auf die Dignity Therapy von Chochinov et al. und das ABCD der Würde ein. Mithilfe von Fallbeispielen werden darüber hinaus alltagsnahe Möglichkeiten zum achtsamen Umgang des Fachpersonals im Gesundheitswesen mit sich und dem Erkrankten aufgezeigt.

    Über die MEDCARE
    Die MEDCARE ist der neue nationale Branchentreff für die klinische und außerklinische Patientenversorgung. Im Fokus des Kongresses und der Fachausstellung steht die Behandlungspflege mit Therapieverfahren wie moderne Wundversorgung, medizinische Ernährung, Stoma- und Inkontinenzversorgung sowie Palliativmedizin. Spezielle Workshops und Vorträge widmen sich der Intensivpflege und der Patientensicherheit. Ein besonderer Schwerpunkt des Veranstaltungskonzepts liegt auf der Organisation der Patientenüberleitung zwischen klinischem und außerklinischem Bereich. 2015 nutzten mehr als 1000 Kongressteilnehmer die MEDCARE als sektorenübergreifende Fortbildung und zum Informationsaustausch mit den insgesamt 70 Ausstellern. Die MEDCARE 2017 findet vom 27. bis 28. September in Leipzig statt.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR/ Pressesprecherin
    Frau Karoline Nöllgen
    Telefon: +49 341 678 6524
    Fax: +49 341 678 166524
    E-Mail: k.noellgen@leipziger-messe.de


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