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    Nachricht vom 15.11.17 | OTWorld

    Technik am Menschen

    OTWorld 2018 stellt Weichen für die Hilfsmittelversorgung von morgen

    Das aktuelle Hilfsmittelverzeichnis listet laut GKV-Spitzenverband derzeit rund 29.000 Artikel in 33 Produktgruppen. 30 dieser Produktgruppen fallen in die Verantwortung der Hilfsmittelversorgung durch orthopädie-technische Betriebe. Der Bedarf des Gesundheitsmarktes an Innovationen, die nicht nur bessere, sondern auch wirtschaftlichere Versorgungslösungen versprechen, ist ungebrochen.

    Trends wie sie durch das Schlagwort Digitalisierung benannt werden, zeigen neue technische Lösungen und Fallstricke auf. Die Kostenträger wollen immer mehr vom Nutzen neuer Hilfsmittel überzeugt werden und sind an einen restriktiven Kostenrahmen gebunden. Der Gesetzgeber hat mit dem neuen Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HHVG) neue Rahmenbedingungen geschaffen. Kurz und gut: Der Markt für Heil- und Hilfsmittelversorgung ist im Umbruch. Zwischen Innovation, Kostendruck und neuen Rahmenbedingungen werden auf der OTWorld, Internationale Fachmesse und Weltkongress (15. bis 18. Mai 2018), alle zwei Jahre die Weichen für die Zukunft der Hilfsmittelversorgung gestellt. Hier kommen mehr als 21.000 Experten der verschiedenen Disziplinen und Professionen zusammen, um die Qualität der Versorgung, Innovationen der Technik, den „State of the Art“ sowie Zukunftsvisionen vorzustellen und zu diskutieren.

    Versorgungsqualität gewährleisten

    „Mit dem HHVG hat die Bunderegierung klar gezeigt, wie wichtig die Qualität der Versorgung in Deutschland ist. Sie steht vor jedem Preis. Alle Disziplinen und Professionen, die an der Schnittstelle von Mensch und Technik arbeiten, sind der Qualität verpflichtet“, erklärt Klaus-Jürgen Lotz, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik, dem ideellen Träger der OTWorld. „Aber was bedeutet Qualität? Neben der legalen und juristischen Definition heißt dies: Wir als Experten aus der Orthopädie-Technik, der Medizin, der Ingenieurskunst, der Rehabilitation und der Physiotherapie müssen die Versorgungskonzepte und -formen miteinander diskutieren. Wir müssen uns fortbilden und dafür sorgen, dass unsere Nachwuchskräfte ein entsprechendes fachliches Fundament erhalten. Der Ort dafür heißt alle zwei Jahre: OTWorld.“

    Die OTWorld bietet nationalem und internationalem Fachpublikum die einmalige Kombination aus Weltkongress und führender Industriemesse. Hier wird Fortbildung auf höchstem Niveau mit praktisch greifbarer Warenkunde und einmaliger Technologieschau verbunden. Zuletzt konnte die Veranstaltung 21.300 Fachbesucher aus 86 Ländern begrüßen. Das zertifizierte Kongressprogramm erhielt mit 330 Referenten aus mehr als 30 Ländern und 105 Stunden Vortragszeit in der Besucherbefragung wiederholt Bestnoten. Auch für 2018 zeichnet sich der Trend ab: Die Confairmed GmbH, Veranstalter des Weltkongresses und Inhaber der Marke OTWord vermeldet Rekordstand bei den Einreichungen für den Kongress. Die Leipziger Messe GmbH zeigt sich ebenfalls erfreut über den hohen Anmeldestand der Aussteller. Besucher können sich auch 2018 über einen vollständigen, nationalen wie internationalen Marktüberblick und ein hochkarätiges Kongressprogramm freuen.

    Immer einen Schritt voraus – OTWorld als Mekka der Innovationen

    Die Qualität der Versorgung war schon immer geprägt vom Fortschritt der Fertigungstechnik. Die modernen Versorgungskonzepte fußen auf den Innovationen in Material sowie Fertigung und umgekehrt. Längst wird nicht mehr nur Gips, Metall, Holz und Leder eingesetzt. Elektronikgesteuerte Bauteile in der Prothetik oder High-Tech-Textilien in der Kompressionstherapie sind heute Standard. Hinzu kommen 3D-Druck und intelligente Systeme wie sogenannte Wearables und smarte Steuerungstechniken. Neben allen Markt- und Innovationsführern sind auf der internationalen Handelsplattform und Leistungsschau auch kleinere Manufakturen, Handwerksbetriebe sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen vertreten. Die gesamte Bandbreite von traditioneller Fertigung bis Innovation wird zur OTWorld abgebildet.

    Zur vergangenen Veranstaltung lag der Auslandsanteil seitens der Aussteller bei 48 Prozent – und auch für die OTWorld 2018 ist nach dem aktuellen Anmeldestand mit einer erneut hohen Internationalität zu rechnen. Darüber hinaus haben zahlreiche Unternehmen ihre Flächen vergrößert. „Alle zwei Jahre stellt die Industrie hervorragende Innovationen in Leipzig vor. Neben den bekannten Unternehmen gibt es zahlreiche Neugründungen, die sich mit additiven Fertigungsverfahren, neuen Materialien und Techniken auseinander setzen. Diesen jungen Unternehmen möchten wir die Möglichkeit bieten, ihre Innovationen zu zeigen“, erklärt Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Das Interesse ist enorm und wir freuen uns daher, in der ‚Startup-Zone‘ der OTWorld zahlreiche neue Aussteller in Leipzig begrüßen zu können.“

    Aufgrund des raschen technologischen Entwicklungsfortschrittes in globalisierten Märkten wird der Innovationsdruck immer höher. Gleichzeitig wollen die Kostenträger zunehmend vom Nutzen einzelner Hilfsmittel überzeugt werden. Es wird deutlich: Der Markt für Heil- und Hilfsmittelversorgung befindet sich im Umbruch. Deutschland hat hier eine Vorreiterposition auch für den weltweiten Hilfsmittelmarkt inne. Die deutsche Exportquote für innovative Hilfsmittel lag vor zwei Jahren laut dem MedTech Radar, veröffentlicht vom Bundesverband Medizintechnologie (BVMed), bei 55 Prozent. Damit agiert die OTWorld mit ihrem Standort in Deutschland als die wichtigste Innovationsplattform auf einem Exportmarkt mit großem Marktpotential.

    Technische Orthopädie 4.0 auf dem Vormarsch

    Moderne Prozesse und neue Technologien prägen die Hilfsmittelversorgung. Das Schlagwort der Digitalisierung geht um und wird vielerorts als neuer Megatrend ausgerufen. Umso wichtiger wird die Differenzierung: Wie vermeide ich Fehlinvestitionen und wo sind wirklich Potentiale für eine bessere oder wirtschaftlichere Patientenversorgung? Welche Trends sind für die Orthopädie(schuh)-Technik, die Reha-Technik und den Sanitätsfachhandel wirklich relevant?

    Diese Trends der modernen Versorgungsformen stehen auch auf der Agenda des nächsten Weltkongresses. Es geht um Rehabilitation 4.0 und den „vernünftigen“ Einsatz der additiven Fertigung in der Orthopädie-Technik. Jeder Kongressbesucher soll nach seiner Fortbildung den Weltkongress inspiriert und mit konkreten Vorstellungen der Umsetzung verlassen können. Das Fortbildungsprogramm des Weltkongresses setzt neben den klassischen Symposien auf den intensiven Austausch zwischen dem Versorgungsteam, diskursive Formate und Praxisbezug. Besonders viel Wert wird wie gewohnt auf die Interdisziplinarität und Interprofessionalität gelegt. So werden beispielsweise die Symposien der OTWorld grundsätzlich nicht nur von einem Mediziner, sondern immer auch von einem Techniker geleitet.

    Aber auch die klassischen Themen, die den Versorgungsalltag bestimmen, kommen in der Planung des Kongresses unter der Leitung von Professor Dr. med. Volker Bühren nicht zu kurz. Das namhaft besetzte Programm-Komitee kooperiert auch für den kommenden Weltkongress mit mehr als 15 führenden Fachgesellschaften, um die volle Breite der Versorgung abzubilden, ohne auf Qualität zu verzichten. Darunter die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin, die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, die Deutschsprachige Medizinische Gesellschaft für Paraplegie oder die Deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation e.V. Einen ersten Rekord kann das Komitee bereits heute vermelden: Noch nie waren so viele freie Einreichungen eingegangen. 20 Prozent mehr Abstracts wurden gegenüber 2016 eingereicht.

    Georg Blome, Geschäftsführer der Confairmed GmbH, verspricht auch für den kommenden Weltkongress Überraschungen: „Der Weltkongress der OTWorld überrascht immer wieder mit neuen Themen und neuen Perspektiven. Wir haben mit dem Konzept, den Kongress mitten in die Veranstaltung zu platzieren auch ein Statement abgegeben: Wer an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik arbeitet, muss klassische Fortbildung in modernen Versorgungskonzepten mit der Kenntnis über das Sortiment an Materialien und vorgefertigten Produkten verbinden. Die OTWorld bietet durch ihre einmalige Kombination aus komplettem Marktüberblick und Weltkongress einen unverzichtbaren Mehrwert.“

    Orthopädieschuhtechnik zwischen Wissenschaft und Handwerk

    Die OTWorld ist alle zwei Jahre national und international auch die wichtigste Plattform für Innovationen rund um den gesunden Fuß. Orthopädieschuhmachern wird in Messe und Kongress ein umfassender und einmaliger Einblick in alle Bereiche der Orthopädieschuhtechnik sowie in angrenzende Felder geboten. Zur letzten OTWorld präsentierten 60 Prozent der Aussteller in diesem Bereich ihre Produktneuheiten. Diese werden zukünftig in einem speziellen „Neuheitenreport OST“ zusammengefasst und vorgestellt. Diese einzigartige Planungshilfe erhalten Orthopädieschuhmacher bereits vor dem Messebesuch in Leipzig für eine optimale Messevorbereitung. Darüber hinaus werden erstmals Innovationstouren in der Fachmesse angeboten. Ein Rundgang soll beispielsweise das Thema 3D-Druck und die damit verbundenen Kosteneinsparungen in den Fokus rücken.

    Über die OTWorld

    Die Internationale Fachmesse und der Weltkongress OTWorld wenden sich mit einem einzigartigen Angebot an Orthopädie-Techniker, Orthopädieschuhmacher, Reha-Techniker, Therapeuten und Ärzte, Ingenieure, den medizinischen Fachhandel und Mitarbeiter der Kostenträger. 2016 zog die OTWorld 21.300 Besucher aus 86 Ländern sowie 542 Aussteller aus 43 Nationen an. Ideeller Träger der OTWorld ist der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik. Inhaber der Marke OTWorld und Veranstalter des Kongresses ist die Confairmed GmbH. Die Fachmesse verantwortet die Leipziger Messe GmbH.

    Über die Leipziger Messe

    Die Leipziger Messe gehört zu den zehn führenden deutschen Messegesellschaften und den Top 50 weltweit. Sie führt Veranstaltungen in Leipzig und an verschiedenen Standorten im In- und Ausland durch. Mit den fünf Tochtergesellschaften und dem Congress Center Leipzig (CCL) bildet die Leipziger Messe als umfassender Dienstleister die gesamte Kette des Veranstaltungsgeschäfts ab. Dank dieses Angebots kürten Kunden und Besucher die Leipziger Messe 2016 zum dritten Mal in Folge zum Service-Champion der Messebranche in Deutschlands größtem Service-Ranking. Der Messeplatz Leipzig umfasst eine Ausstellungsfläche von 111.900 m² und ein Freigelände von 70.000 m². Jährlich finden rund 280 Veranstaltungen – Messen, Ausstellungen, Kongresse und Events – mit bis zu 12.000 Ausstellern und über 1,2 Millionen Besuchern aus aller Welt statt. Als erste deutsche Messegesellschaft wurde Leipzig nach Green Globe Standards zertifiziert. Ein Leitmotiv des unternehmerischen Handelns der Leipziger Messe ist die Nachhaltigkeit. 2017 feiert die Leipziger Messe den 100. Geburtstag ihres Markenzeichens. Das Doppel-M ist eine der ältesten Messe-Marken der Welt und erinnert an die Mustermessen, die in Leipzig entwickelt wurden und bis heute die Grundlage des Messewesens bilden.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR/ Pressesprecherin
    Frau Karoline Nöllgen
    Telefon: +49 341 678 6524
    Fax: +49 341 678 166524
    E-Mail: k.noellgen@leipziger-messe.de

    Pressesprecherin BIV, Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
    Frau Kirsten Abel
    Telefon: +49 231 557050-27
    E-Mail: abel@biv-ot.org


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