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    Nachricht vom 31.03.16 | OTWorld

    Hilfsmittelversorgung groß gedacht

    OTWorld diskutiert Versorgung von Menschen mit chronischem Übergewicht

    Die verschiedenen Disziplinen des Rehabilitations-Teams stellen sich tagtäglich unterschiedlichen Herausforderungen in der Versorgung körperlich eingeschränkter Menschen. Jeder Patient bedarf einer individuellen Anpassung der medizinischen Behandlung oder Hilfsmittelerstellung. Ein besonderes Augenmerk richtet sich vermehrt auf Betroffene mit starkem Übergewicht. Für diese Patienten ergeben sich individuelle Probleme, die oftmals über körperliche Einschränkungen hinausgehen und Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes Mellitus Typ 2 mit sich bringen. Zur OTWorld (3. bis 6. Mai 2016) wird der medizinische Kontext adipöser Menschen sowie eine entsprechende Hilfsmittelversorgung diskutiert.

    "24 Prozent der Deutschen sind adipös, haben also einen BMI größer als 30. Die Zahlen vom statistischen Bundesamt deuten darauf hin, dass wir uns in Richtung 30-Prozent-Marke weiter entwickeln werden, sich aber anschließend um diese Marke herum einpendeln wird. Anders ist dies mit dem Schweregrad. Bei der Adipositas Grad III hat es in den letzten 20 Jahren knapp eine Verdopplung von 1,2 Prozent auf etwa 2,6 Prozent der Gesamtbevölkerung gegeben. Hier scheint sich der Trend so fortzusetzen. Diese Entwicklung stellt nicht nur an Mediziner neue Ansprüche und ich rede hier nicht von den Begleiterkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder des Stoffwechsels, ich denke hier an Klinikbetten, Toilettenaufhängungen, Türbreiten, Liftabmessungen, aber auch an Orthesen oder Lagerungsschienen", erklärt Dr. Susanne Maurer-Wiesner, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin. "Wir Mediziner, Diabetologen oder Orthopädietechniker müssen uns genauso auf diese Situation einstellen."

    Adipöse Patienten benötigten einerseits häufig individuelle Lösungen, andererseits bestünden besondere Ansprüche an Material und Technik. Beispielhaft dafür wären Knieorthesen, die bei einer nicht individualisierten Anpassung zusätzlichen Schaden anrichten können, so Dr. Maurer-Wiesner.

    Versorgungsaspekte Adipositas

    Die OTWorld nimmt 2016 explizit Bezug zu den gesellschaftlichen Entwicklungen und beschäftigt sich mit der Epidemiologie von Adipositas und deren Auswirkung oder Aspekten in der Hilfsmittelversorgung. "Die rasante Zunahme übergewichtiger Menschen betrifft sämtliche Lebensbereiche. Schon längst wollen auch übergewichtige Menschen normal am sozialen Leben teilnehmen", ist sich die Medizinerin sicher. In ihrem Keynote-Vortrag "Epidemiologie der Adipositas und deren Auswirkung" gibt sie einen Ausblick in die Zukunft und lädt zur Diskussion ein. Dahingehend schätzt Dr. Maurer-Wiesner die Zusammenarbeit von Medizinern und Technikern als wichtiges Mittel ein, um Erwartungshaltungen und Wünsche in Erfahrung zu bringen. "Die Techniker haben einen wichtigen Job – mit ihrer Hilfe können gute Verbesserungen erreicht werden. Gerade bei chronischen Erkrankungen, wie der Adipositas, ist das Ausnutzen aller Möglichkeiten, die häufig gar nicht bekannt sind, unabdingbar." Hierfür biete die OTWorld eine ideale Plattform, um fachbereichsübergreifende Kontakte zu knüpfen.

    Verschiedene Orthesen unterstützen beispielsweise die Ist-Mobilität adipöser Patienten. Wesentlich essentieller sei es jedoch, Hilfsmittel zu entwickeln, die den Rehabilitationsprozess stützen, um eine weitestgehend eigenständige Mobilität wieder herzustellen. "Ein Patient mit Adipositas findet ohne Mobilität aus dem Gewichtsproblem nicht wieder heraus“, erklärt die Fachärztin. "Die Steigerung des Energieverbrauchs durch körperliche Mobilität stellt im Vergleich zur Ernährung langfristig den viel wichtigeren Teil der Therapie im Erhalt eines einmal erreichten Körpergewichtes dar." Im Symposium „Versorgungsaspekte Adipositas", unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Bernhard Greitemann, wird neben "Anforderungen an die Prothesengestaltung bei XXL-Patienten“ und die „Belastbarkeit bei Orthesen", die "Rehabilitation und Unterstützung durch Hilfsmittel für Patienten mit Adipositas" thematisiert. Malene Alexandrowiz von XXL-Rehab aus Dänemark erläutert in ihrem Vortrag, inwiefern die Rehabilitation mit Körpertypen und entsprechender Bewegung verbunden ist. Dies bilde die Grundlage, um Lösungen in der Hilfsmittelversorgung bariatrischer Patienten zu entwerfen, um deren Unabhängigkeit zu bewahren und einzelne Funktionen zu verbessern.

    Über den Tellerrand gerichtet versorgen

    Um eine optimale Versorgung adipöser Patienten zu gewährleisten, müssen oftmals verschiedene Faktoren in Betracht gezogen werden. So ist das Bauchfett ein hochaktives Gewebe, welches mittels zahlreicher Botenstoffe mit dem Gehirn kommuniziert. Die Folgeerkrankung Diabetes Mellitus Typ 2 kann der Fall sein, "wenn das Bauchgehirn das Kommando gibt" – darüber informiert Dr. Sabine Adler in dem Fortbildungs-Symposium für Podologen. Auswirkungen machen sich dahingehend auch im Bewegungsapparat bemerkbar und müssen entsprechend behandelt werden, bevor mit einer angemessenen Hilfsmittelversorgung begonnen werden kann.

    Die Behandlung und Hilfsmittelversorgung bei Adipositas verlangt einmal mehr die interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche im Rehabilitations-Team. Dennoch wird die Optimierung der Versorgung adipöser Patienten von Herausforderungen begleitet. Dr. Susanne Maurer-Wiesner erklärt: "In Deutschland ist es ein großes Problem, dass Adipositas weiterhin nicht als Krankheit anerkannt ist. Dies bedeutet, dass viele Aspekte zur Versorgung, welche medizinisch indiziert wären, nicht verordnungsfähig sind. Damit reduziert sich die Versorgungsqualität weiterhin." In der qualitativen Verbesserung sowohl medizinischer Behandlungsmöglichkeiten als auch der Hilfsmittelversorgung sieht die Medizinerin den wichtigsten Schritt für zukünftige Entwicklungen.

    Sonderschau XXL – Fachmesse mit speziellen Produkten

    Auch die internationale Fachmesse der OTWorld widmet sich Hilfsmitteln für den Rehabilitationsprozess chronisch übergewichtiger Menschen. Verschiedene Aussteller richten ihre Produktpalette zunehmend an den Bedürfnissen jener Patienten aus. In der Sonderschau XXL präsentiert die AAT Alber Antriebstechnik GmbH beispielsweise eine Schiebe- und Bremshilfe oder einen Zusatzantrieb für den Rollstuhl sowie einen Treppensteiger für bis zu 160 Kilogramm. Einen elektrischen Schwergewichtsrollstuhl für maximal 272 Kilogramm stellt die Firma Mobilis in Leipzig vor. Aus dem prothetischen Bereich wird das Ausstellungssprektrum durch die Fußprothese Highlander® von Freedom Innovations erweitert, die eine Kombination mit Exoskelett ermöglicht oder für Personen bis 250 Kilogramm angewendet werden kann. Weitere Produkte sind zum Beispiel die Unterschenkelprothese mit Prothesenpassteilen für schwergewichtige Anwender bis 225 Kilogramm von der Streifeneder ortho.production GmbH, das Mini Crosser M-Modell/HD von Mini Crosser Elektromobile, Lymph-Sandalen der FLORETT GmbH und die SlideC Extra Large Anziehhilfe für Kompressionsstrümpfe von ARION Export B.V.

    Über die OTWorld
    Der Weltkongress und die Internationale Fachmesse OTWorld wenden sich mit einem einzigartigen Angebot an Orthopädie-Techniker, Orthopädieschuhmacher, Reha-Techniker, Therapeuten und Ärzte, Ingenieure, den medizinischen Fachhandel und Mitarbeiter der Kostenträger. 2014 zog die OTWorld 20.400 Besucher aus über 80 Ländern sowie 548 Aussteller aus 37 Nationen an. Ideeller Träger der OTWorld ist der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik. Inhaber der Marke OTWorld und Veranstalter des Kongresses ist die Confairmed GmbH. Die Fachmesse verantwortet die Leipziger Messe GmbH.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR/ Pressesprecherin
    Frau Karoline Nöllgen
    Telefon: +49 341 678 6524
    Fax: +49 341 678 166524
    E-Mail: k.noellgen@leipziger-messe.de

    Pressesprecherin BIV, Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
    Frau Kirsten Abel
    Telefon: +49 231 557050-27
    E-Mail: abel@biv-ot.org


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