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    Nachricht vom 14.03.16 | OTWorld

    OTWorld 2016: 3D-Druck im Fokus

    Branche diskutiert die Chancen additiver Fertigung in der Orthopädie-Technik

    Orthesen und Prothesenprototypen aus dem 3D-Drucker werden heiß diskutiert. Die neuen additiven Fertigungsverfahren ermöglichen zwar die Realisation komplexer dreidimensionaler Formen – aber wie sehr kann die Drucktechnik auch die individuelle Anpassung an und damit die Versorgung des Patienten durch den Orthopädie-Techniker ersetzen? Hier stößt auch die moderne Fertigungstechnik noch schnell auf Hürden. Das Potenzial und die Grenzen der 3D-Technologie beleuchtet die OTWorld 2016 vom 3. bis 6. Mai. Mehrere Symposien des Weltkongresses geben einen Überblick zum aktuellen Stand bei der Auswahl geeigneter Werkstoffe, bei Herstellungsmethoden sowie Designvarianten. Auf der Weltleitmesse ergänzen Präsentationen neuester Lösungen im Bereich 3D-Druck das Spektrum. Zudem macht der FabBus des GoetheLabs der Fachhochschule Aachen Station und zeigt die Grundlagen moderner 3D-Drucktechnik.

    „Die additive Fertigung zählt zu den vieldiskutierten Themen der Technischen Orthopädie“, betont Michael Schäfer, Vorstandsmitglied des Bundesinnungsverbands für Orthopädie-Technik und Mitglied im Programm- Komitee der OTWorld 2016. „Die OTWorld demonstriert und diskutiert die aktuellen Möglichkeiten und die Sinnhaftigkeit des 3D-Drucks im Alltag der orthopädietechnischen Praxis“, so Schäfer. „Die Fachbesucher können sich ein differenziertes Bild machen, wie und ob diese Technologie den Arbeitsalltag des Technikers beeinflussen wird.“ Noch stehe die Herstellung mithilfe von 3D-Druckverfahren in Prothetik und Orthetik ganz am Anfang, doch in Forschungsprojekten seien spannende Entwicklungen zu beobachten. „Erste Produkte sind schon auf dem Markt, darunter im Printverfahren hergestellte wasserfeste Prothesen, Design-Protektoren, bewegliche Kosmetikübergänge oder 3D-gedruckte Orthesen“, so der Geschäftsführer der POHLIG GmbH.

    Weltkongress: Möglichkeiten des 3D-Drucks

    „Die additive Fertigung und das virtuelle, dreidimensionale Entwerfen am Computer haben ein Umdenken in der Gestaltung von Hilfsmitteln in der Technischen Orthopädie angeregt sowie neue Horizonte eröffnet“, schildert Schäfer. „Dreidimensionale Formgebilde und komplexe Strukturen können realisiert werden, auch in Kleinserie. Die Geometrien jeglicher Bauteile lassen sich frei und flexibel ausführen, einwirkende Kräfte imitieren und damit Statik sowie Stabilität gezielt verbessern.“ Das Symposium „Additive Manufacturing – neue Fertigungsverfahren in der Technischen Orthopädie?" (4. Mai 2016, 15.00 Uhr) befasst sich mit additiven Produktionsmethoden, die sich für den Einsatz in der Orthopädie-Technik eignen können.

    Der 3D-Druck biete einen neuen Gestaltungsspielraum, unterstreicht Schäfer. Er lasse minimalistische Orthesendesigns sowie die technische Ausführung individueller Designwünsche zu, die bei handwerklicher Fertigung nur schwer zu verwirklichen wären: „Orthesen mit atmungsaktiven Zonen konnten wir schon realisieren, genauso wie außergewöhnliche Farben und stylische Designs. Gerade unsere jungen Patienten sind davon begeistert.“ Das Potenzial neuer Printtechnologien für originelle Prothesenverkleidungen gehört beispielsweise zu den Themen des Symposiums „Innovative Designvarianten in der Beinprothetik“ (5. Mai, 16.45 Uhr). „Dazu haben wir mit McCauley Wanner und Ryan Palibroda vom Allele Design Studio zwei Designer aus Kanada eingeladen, deren Protektoren Prothesenbeine in Fashion-Statements verwandeln und die sich der Gestaltung von Prothesendesigns aus der spannenden Sicht des Designers angenähert haben“, kündigt Schäfer an.

    Allerdings sei die Auswahl an Kunststoffen und Metallen für den 3D-Druck noch limitiert und setze deshalb in der Orthopädie-Technik Grenzen. „Die OTWorld wird hinsichtlich Material- und Gestaltungsvielfalt neue Impulse geben“, ist Schäfer überzeugt. So informiert das Symposium „Innovative Materialien und Fertigungstechnologien in der Orthopädie-Technik“ (6. Mai, 15.00 Uhr) unter anderem über Erfahrungen mit 3D-Druck. Außerdem widmet sich Dr. Urs Schneider, Leiter der Abteilung „Biomechatronische Systeme“ des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, in der Keynote „Chancen und Herausforderungen der Fertigung in der Orthopädie-Technik von morgen“ der Frage, wie der 3D-Druck die patientengerechte Fertigung von Orthesen und Prothesen verändert (4. Mai, 14.00 Uhr).

    Weltleitmesse: FabBus mit aktueller 3D-Drucktechnik

    Additive Fertigung live ist auf der Weltleitmesse zu erleben: Moderne 3D-Drucktechnik auf zwei Etagen zeigt der FabBus „Wolfgang“ des GoetheLabs for Additive Manufacturing der Fachhochschule Aachen. Das rollende Zukunftslabor ist in einen umgebauten Doppeldeckerbus installiert, der einst im Berliner Stadtverkehr unterwegs war.

    „Wir demonstrieren auf elf 3D-Druckermodellen verschiedene Printtechnologien, damit sich die Fachbesucher einen Überblick über den Nutzen dieser Technik für die Technische Orthopädie verschaffen können“, erklärt Professor Dr.-Ing. Andreas Gebhardt, Dekan des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik der FH Aachen und Leiter des GoetheLabs. „In Vorführungen und Workshops wird zudem dargestellt, welche Zukunftschancen für die Orthopädie-Technik in den additiven Fertigungsverfahren liegen – und wo deren Grenzen sind.“ Acht Arbeitsplätze sind in den einzigartigen mobilen Schulungsraum eingebaut, an welchen 3D-Objekte virtuell konstruiert werden. Im Showroom sind 3D-Drucker in Aktion sowie Ausdrucke zu sehen. Der FabBus macht in Halle 1, Stand A54, Station – in der Nähe des Campus.

    „Als Highlight haben wir eine 3D-gedruckte Handprothese im Gepäck“, sagt Gebhardt. Die AMaProsthesis – Additive Manufactured Prosthesis – ist ein am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik entwickelter Prototyp. Es handelt sich dabei um eine Eigenkraftprothese, die als Versorgungskonzept zum Beispiel in der Dritten Welt zum Einsatz kommen könnte. Als „mitwachsende Prothese“ soll sie speziell für Kinder geeignet sein. „Elemente der Handprothese werden im FabBus gedruckt. Wir haben des Weiteren sowohl teilmontierte Prothesen dabei als auch das komplexe Gesamtmodell“, so Gebhardt. Die Fachhochschule Aachen präsentiert sich neben dem FabBus auch auf dem Gemeinschaftstand Campus.

    Campus: Mobiles Produktionssystem

    Auf dem Gemeinschaftsstand Campus zeigen Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Start-up-Unternehmen ihre Innovationen. So präsentiert das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA mit CassaMobile ein flexibles, modulares Produktionssystem auf Rädern. In einem 20' ISO-Container wird dort gefertigt, wo das 3D-gedruckte Produkt – zum Beispiel eine Orthese – benötigt wird. In dem von der EU geförderten Gemeinschaftsprojekt arbeiten elf Partner aus sechs europäischen Ländern.

    Nicht zuletzt haben mehrere Unternehmen zur OTWorld neue Lösungen im Bereich 3D-Druck angekündigt – darunter Gottinger Handelshaus, stamos + braun prothesenwerk, TechMed 3D, Ottobock-Partner UNYQ Design sowie Vorum.

    Über die OTWorld

    Der Weltkongress und die Internationale Fachmesse OTWorld wenden sich mit einem einzigartigen Angebot an Orthopädie-Techniker, Orthopädieschuhmacher, Reha-Techniker, Therapeuten und Ärzte, Ingenieure, den medizinischen Fachhandel und Mitarbeiter der Kostenträger. 2014 zog die OTWorld 20.400 Besucher aus über 80 Ländern sowie 548 Aussteller aus 37 Nationen an. Ideeller Träger der OTWorld ist der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik. Inhaber der Marke OTWorld und Veranstalter des Kongresses ist die Confairmed GmbH. Die Fachmesse verantwortet die Leipziger Messe GmbH.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR/ Pressesprecherin
    Frau Karoline Nöllgen
    Telefon: +49 341 678 6524
    Fax: +49 341 678 166524
    E-Mail: k.noellgen@leipziger-messe.de

    Pressesprecherin BIV, Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik
    Frau Kirsten Abel
    Telefon: +49 231 557050-27
    E-Mail: abel@biv-ot.org


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