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    Nachricht vom 12.09.13 | PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG

    Update Wundtherapie

    Aktuelle Standards der Wundtherapie, Dekubitusprophylaxe und -behandlung auf der PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG

    Bei rund fünf Prozent liegt die Dekubitus-Rate bei Pflegebedürftigen in ambulanten oder stationären Einrichtungen. Ein Großteil davon wäre nach Expertenansicht vermeidbar. Zeitgemäße Dekubitusprävention und -behandlung sowie aktuelle Entwicklungen in der Wundtherapie stehen deshalb im Mittelpunkt des Regionalkongresses der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V. (DGfW), der am 16. Oktober 2013 von 9.30 bis 17.00 Uhr im Rahmen der PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG stattfindet. Zudem befasst sich ein Workshop im Fachkongress des Leipziger Branchentreffs am 17. Oktober mit dem Einfluss der Ernährung auf die Wundheilung.

    "Jede Dekubitus-Erkrankung ist eine zu viel – und bei richtiger Vorsorge vermeidbar", betont Steve Strupeit, Vizepräsident Pflege der DGfW. Wesentlich sei, die neuen Erkenntnisse zur Entstehung von Dekubitus flächendeckend zu berücksichtigen, ergänzt Gonda Bauernfeind, Pflegedienstinhaberin, Gesundheitszentrum Hamm. Auf dem DGfW-Regionalkongress informieren die Experten über Entstehungstheorien und Risikofaktoren von Dekubitus.

    Scherkräfte lassen Dekubitus entstehen

    "Druck mal Zeit hieß bis vor kurzem die gängige Formel für die Entstehung von Dekubitus. Mittlerweile beweisen Computertomografien, dass er sich sehr rasch und damit viel schneller und individueller als bislang gedacht entwickeln kann", so Gonda Bauernfeind. Dekubitus entstehe nicht auf der Haut, sondern durch Einblutungen in der Tiefe - und breche dann nach oben aus. Demnach genüge es bereits, wenn ein Patient verletzt auf der Straße liege. "Gerade auf Intensivstationen ist dies zu beobachten. Ein Unfallopfer wird eingeliefert, und wenige Tage später bricht ein Dekubitus aus", sagt Gonda Bauernfeind. Deshalb sei es zum Beispiel wichtig, Patienten anzuheben und nicht nach oben zu ziehen. "Die beim Hochziehen wirkenden Scherkräfte können zu Hämatomen und Einblutungen in der Tiefe führen oder schon bestehende unsichtbare Verletzungen verstärken", erklärt sie.

    Ernährung wichtig für die Wundtherapie

    "Bei der Wundtherapie muss stets die Grunderkrankung im Fokus bleiben, die Wunde darf nicht isoliert betrachtet werden", unterstreichen Gonda Bauernfeind und Steve Strupeit. Außerdem werde die Wundreinigung oft vernachlässigt. "Ursache für stagnierende Wunden sind häufig Behandlungsfehler", meinen die Experten. Zahlreiche Puzzlesteine müssten richtig zusammengefügt werden - einer davon sei die Ernährung. "Proteine können die Wundheilung beispielsweise positiv beeinflussen. Andererseits behindern verschiedene Medikamente die Aufnahme von Nährstoffen", erläutern sie. Im Workshop "Ernährung und Wundbehandlung" stellen Gonda Bauernfeind und Steve Strupeit entsprechende Screeninginstrumente zur Erfassung des Ernährungsstatus und daraus resultierende Optimierungsmöglichkeiten vor.

    Leitliniengerechte Wundbehandlung

    Die aktuelle S3-Leitlinie zur Wundbehandlung sowie evidenzgestützte Therapieverfahren erläutert Dr. Jan Dirk Esters, Oberarzt für die Sektion Plastische Chirurgie am St. Marien-Hospital Lüdinghausen GmbH, auf dem DGfW-Regionalkongress. "Die Leitlinie wurde zwar bereits im Juli 2012 verabschiedet, hat sich aber bei etlichen Institutionen und Einrichtungen noch nicht durchgesetzt", so der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. "Sie führt einheitliche Definitionen ein und schafft klare Algorithmen in der Behandlung der chronischen Wunde, um letztendlich eine Verbesserung der Versorgungsqualität für den Patienten zu erreichen."

    Des Weiteren wird Jan Esters unter anderem in die neuen Dekubitus-Klassifikation einführen: "Statt Stadien oder Grad wird nun in Kategorien eingeteilt. So besteht bei einem Patienten mit einer nicht wegdrückbaren Rötung der Kategorie 1 ein 2,4-fach erhöhtes Risiko für das Auswachsen eines Dekubitus." Zudem stellt er verschiedene plastisch-chirurgische Operationsmöglichkeiten vor. "Ab Kategorie 3 und 4 wird empfohlen, einen Chirurgen hinzuzuziehen und einen Dekubitus zu operieren", so Dr. Esters.

    Übersicht der Termine zum Thema Wundbehandlung (Auswahl):

    Mittwoch, 16. Oktober 2013

    09.30 Uhr "Update Dekubitus - Fokus: Entstehungstheorien" mit Gonda Bauernfeind

    10.00 Uhr "Update Dekubitus - Fokus: Erfassung und Risikofaktoren" mit Steve Strupeit

    10.30 Uhr "Update Dekubitus - Fokus: Behandlungsmöglichkeiten außerhalb der konservativen Therapie" mit Dr. med. Jan Esters

    11.30 Uhr "Update Wundtherapie - Fokus: Leitlinie zur Wundbehandlung" mit Dr. med. Jan Esters

    Donnerstag, 17. Oktober 2013

    15.00 Uhr Workshop "Ernährung und Wundbehandlung" mit Gonda Bauernfeind und Steve Strupeit

    Pf

    Über die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG

    Die PFLEGE + HOMECARE LEIPZIG ist der wichtigste Branchentreff im Osten Deutschlands. Als Fachmesse und Kongress für ambulante, stationäre und klinische Pflege spricht sie alle Kernbereiche der professionellen Pflege gleichwertig an. 2011 kamen an den drei Messe- und Kongresstagen 12.500 Besucher auf das Leipziger Messegelände, gut 260 Aussteller präsentierten sich auf 16.500 Quadratmetern. 270 Referenten stellten in 140 Veranstaltungen im Rahmen des Kongresses innovative Behandlungskonzepte und neue Methoden den 2.250 Kongressteilnehmern vor.


    Ansprechpartner für die Presse

    PR / Pressesprecher
    Frau Corinna Schwetasch
    Telefon: +49 341 678 65 24
    Fax: +49 341 678 65 02
    E-Mail: c.schwetasch@leipziger-messe.de


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