50 Jahre OTWorld: Leipzig wird zum globalen Zentrum der Rehabilitation und Hilfsmittelversorgung
Wenn morgen die OTWorld 2026 in Leipzig beginnt, trifft Jubiläum auf Zukunft: 50 Jahre nach ihrer Gründung zeigt die weltweit führende Plattform der modernen Hilfsmittelversorgung, wie Innovationen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und wissenschaftlicher Austausch Versorgung konkret verbessern können. Mit 623 Ausstellern aus 41 Ländern erreicht die OTWorld dabei einen historischen Höchstwert. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr unter anderem Rehabilitation, integrative Versorgung, Ausbildung, Robotik, Künstliche Intelligenz und digitale Prozesse. Internationale Fachmesse und Weltkongress vereinen sich dabei erneut an einem Ort – in dieser Form weltweit einzigartig.
Vom 19. bis 22. Mai wird Leipzig zum internationalen Treffpunkt der modernen Hilfsmittelversorgung. Unternehmen, Wissenschaft, Versorgungspraxis, Politik und Fachkräfte aus aller Welt kommen zusammen, um die Zukunft der Branche zu gestalten. Unter dem Motto „Du machst den Unterschied“ steht die OTWorld 2026 zugleich für ein besonderes Jubiläum: Seit 50 Jahren verbindet die Veranstaltung technologische Innovation mit dem Ziel, Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe von Menschen weltweit zu verbessern.
„Die OTWorld zeigt seit fünf Jahrzehnten, wie wichtig das Zusammenspiel von Handwerk, Medizin, Wissenschaft und Industrie für eine gute Versorgung ist. Moderne Hilfsmittel entstehen nicht isoliert, sondern aus Erfahrung, interdisziplinärer Zusammenarbeit und dem Anspruch, Menschen ganz konkret im Alltag zu unterstützen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels und steigender Versorgungsanforderungen ist dieser Austausch wichtiger denn je“, sagt Alf Reuter, Präsident des Bundesinnungsverbandes für Orthopädie-Technik.
Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, erklärt: „Die OTWorld bringt die internationale Fachwelt in Leipzig zusammen wie keine andere Veranstaltung in diesem Bereich. Dass Weltleitmesse und Weltkongress hier unter einem Dach stattfinden, macht die OTWorld weltweit einzigartig. Die hohe Internationalität und die Rekordbeteiligung zeigen, welche Relevanz Leipzig als Ort des Austauschs, des Networkings und der Innovation für die Branche besitzt.“
So groß und international wie nie zuvor
Mit 623 Ausstellern aus 41 Ländern verzeichnet die OTWorld 2026 die höchste Beteiligung ihrer Geschichte. 340 Unternehmen kommen aus dem Ausland, hinzu kommen 33 Start-ups aus 16 Ländern. Besonders stark wächst der Bereich Reha-Technik: Mit mehr als 120 Ausstellern ist er so groß wie nie zuvor. Präsentiert werden unter anderem neue Mobilitätslösungen, Rollstuhltechnologien, digitale Assistenzsysteme, Prothetik- und Orthetiklösungen sowie Innovationen für Rehabilitation und integrative Versorgung.
Damit unterstreicht die OTWorld ihre Rolle als weltweit führende Plattform einer Branche, deren Bedeutung weit über einzelne Märkte hinausreicht. Denn individuelle Hilfsmittelversorgung ist weltweit existentiell: Mehr als 2,5 Milliarden Menschen sind heute auf Hilfsmittel angewiesen. Sie übersetzt medizinische Versorgung in Alltag, macht Rehabilitation wirksam, stärkt häusliche Pflege und ermöglicht Mobilität, Selbstständigkeit und Teilhabe weltweit.
Weltleitmesse zeigt Innovationskraft der Hilfsmittelversorgung
Die Weltleitmesse macht sichtbar, wie dynamisch sich die Hilfsmittelversorgung weltweit weiterentwickelt – von Weltneuheiten in der Prothetik über digitale Fertigungsprozesse und 3D-Druck bis hin zu neuen Versorgungskonzepten für Rehabilitation, Neurologie und Krisengebiete.
Praxisnahe Sonderschauen rücken aktuelle gesellschaftliche und medizinische Herausforderungen in den Mittelpunkt. Die Ausstellung „Lebenswelten Neurologie“ beleuchtet Versorgungspfade von der frühen Förderung bis ins Berufsleben. In der Sonderschau „Bridging Global Challenges“ geht es um Gesundheitsversorgung in Krisen- und Kriegsgebieten sowie um resiliente Versorgungssysteme. Internationale Start-ups und junge Unternehmen zeigen zudem, welche neuen Ideen die Branche voranbringen.
Auch Digitalisierung, Robotik und künstliche Intelligenz prägen die OTWorld 2026. In den Bereichen OTWorld.3D sowie OTWorld.bildung + forschung werden unter anderem Entwicklungen rund um 3D-Scanning, additive Fertigung und intelligente Versorgungssysteme vorgestellt. Die Sonderschau „Robotik + KI“ zeigt, wie robotergestützte Anwendungen Therapie, Diagnostik und Versorgung unterstützen können.
Mit dem neuen OTWorld.eSummit erhält zudem die Digitalisierung der Hilfsmittelversorgung eine eigene Plattform. Im Fokus stehen die Telematik-Infrastruktur, digitale Prozesse und KI-Anwendungen für Sanitätshaus, Werkstatt und Management.
Weltkongress verbindet Wissenschaft, Praxis und Versorgung
Parallel zur Fachmesse unterstreicht der Weltkongress die besondere Stärke der OTWorld: die einzigartige Verbindung von Innovation, fachlichem Austausch und internationalem Wissenstransfer. Mit über 300 Referenten aus mehr als 30 Ländern, mehr als 400 Beiträgen, internationalen Symposien, Workshops, Vorträgen und Posterpräsentationen ist er die bedeutendste internationale Plattform für den Wissenstransfer in der Hilfsmittelversorgung.
Im Mittelpunkt stehen 2026 insbesondere Rehabilitation, integrative Versorgung und Ausbildung. Erstmals kommt zudem eine KI-gestützte Liveübersetzung in Deutsch und Englisch zum Einsatz, teilweise auch in Ukrainisch und Polnisch. Damit stärkt die OTWorld ihre internationale Ausrichtung und macht Fachwissen noch breiter zugänglich.
Persönlichkeiten schaffen Aufmerksamkeit für Teilhabe und Versorgung
Auch die Eröffnung der OTWorld 2026 am 19. Mai ab 16:45 Uhr rückt den Menschen in den Mittelpunkt. Mit Hari Budha Magar wird ein Gast erwartet, dessen Geschichte weltweit Aufmerksamkeit erregt: Der Träger des Most Excellent Order of the British Empire ist beidseitig oberschenkelamputiert und bestieg als erster Mensch mit dieser Einschränkung die jeweils höchsten Gipfel aller sieben Kontinente. Auch den Mount Everest bezwang er als erster Mensch mit beidseitiger Amputation oberhalb des Knies. Im Januar 2026 vollendete er die Seven Summits mit dem Mount Vinson in der Antarktis. Seine Geschichte macht sichtbar, welche Möglichkeiten entstehen können, wenn individuelle Entschlossenheit, Rehabilitation und moderne Hilfsmittelversorgung zusammenkommen. Moderator, Schauspieler und Comedian Tan Çağlar moderiert die Eröffnung der Jubiläumsveranstaltung.
Die Eröffnung der OTWorld 2026 wird am 19. Mai ab 16:45 Uhr auch im Livestream auf der Website der OTWorld übertragen.
Darüber hinaus werden zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus Sport und Gesellschaft auf der OTWorld erwartet, darunter Franziska van Almsick, Pascal Hens, Markus Rehm, Laura Nolte und Deborah Levi. Sie liefern zusätzliche Gesprächs-, Bild- und Interviewanlässe rund um Motivation, Leistungsfähigkeit, Inklusion und Teilhabe.
Auch der Para-Sport spielt auf der OTWorld eine sichtbare Rolle: Mit Sitzvolleyball, Rollstuhlbasketball, Mitmach-Angeboten und Sportflächen wird erlebbar, wie eng Bewegung, Rehabilitation und gesellschaftliche Teilhabe miteinander verbunden sind.
Weitere Informationen unter
www.ot-world.com