CosmeticBusiness 2026 zeigte die Zukunft der Branche
Zwei Tage voller Innovationen, inspirierender Gespräche und neuer Impulse für die Kosmetikprodukte von morgen: Am 10. und 11. Juni 2026 brachte die CosmeticBusiness im MOC München erneut die internationale Zulieferindustrie der Kosmetikbranche zusammen. 371 Aussteller und vertretene Unternehmen aus 28 Ländern präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Entwicklung, Abfüllung und Verpackung von Kosmetik. Mit der neuen GREEN AREA, der SPOTLIGHT Neuheitenschau und einem vielseitigen Fachprogramm rückten die Zukunftsthemen der Branche noch stärker in den Fokus.
Ob pflanzenbasierte Wirkstoffe in Formulierungen, verbesserte Wirkstoffaufnahme durch Mikronadeln oder nachhaltige Verpackungslösungen die auf Materialreduktion, Refill oder Rezyklat-Einsatz als Schlüssel für Kreislaufwirtschaft setzen – die Leitmesse für Kosmetikentwicklung vom Inhaltsstoff bis zur Verpackung, hat in der Ausstellung und im Fachprogramm gezeigt, welche Themen die Branche bewegen und welche Lösungen die Kosmetikprodukte von morgen prägen werden.
„Die CosmeticBusiness hat wieder eindrucksvoll bewiesen, welche Relevanz sie für die Kosmetikindustrie besitzt. In einem Markt, der sich durch neue regulatorische Anforderungen, veränderte Konsumentenerwartungen und den Anspruch an mehr Nachhaltigkeit stark wandelt, bietet die CosmeticBusiness Orientierung, Austausch und konkrete Lösungen. Sie ist damit weit mehr als ein Branchentreffpunkt, sie ist eine Plattform, auf der die Zukunft der Kosmetikentwicklung sichtbar wird“, sagt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe.
„Mit der GREEN AREA haben wir einen neuen Bereich geschaffen, der nachhaltige Lösungen aus der Branche in den Mittelpunkt rückt. Genau diesen Dialog braucht die Branche, um Zukunftsthemen gemeinsam weiterzuentwickeln“, sagt Ivonne Simons, Projektdirektorin der CosmeticBusiness.
Plattform für Austausch, Orientierung und neue Partnerschaften
In einer Befragung durch das unabhängige Marktforschungsunternehmen Gelszus Messe-Marktforschung bewerten 90 Prozent der Aussteller die Zielerreichung als positiv. Die fachliche Qualifikation der Besucher wurde von 93 Prozent der Befragten als besonders hoch bewertet, ebenso wie die Qualität der Kontakte und Gespräche von 91 Prozent. Insgesamt erwarten 8 von 10 Ausstellern ein gutes Nachmessegeschäft.
Claudia Cabalou, Key Account Managerin bei CARECOS Kosmetik GmbH resümiert: „Wir hatten viele interessante neue Kontakte und zugleich eine hohe Besucherzahl bestehender Kunden, die sich gezielt über Neuheiten informieren wollten. Die Gespräche sind insgesamt sehr fokussiert. Die Besucher kommen mit konkreten Fragen und eigenen Projekten zu uns, wodurch die Qualität des Austauschs sehr hoch ist. Trotz der wirtschaftlich angespannten Lage spüre ich weiterhin eine große Offenheit für neue Produkte und Entwicklungen. Gleichzeitig wird sehr genau geschaut, welche Mengen und Konzepte zur Nachfrage passen.“
Auch Neuaussteller Velvety Manufaktur GmbH ist beeindruckt von der Qualität der Kontakte am Stand: „Wir sind sehr zufrieden mit der Messe und extrem positiv überrascht. Trotz der aktuell herausfordernden globalen Marktsituation hatten wir einen sehr guten Zulauf am Stand und haben genau die Zielgruppe getroffen, die für uns relevant ist. Die Besucherinnen und Besucher waren fachlich kompetent, die Gesprächsqualität sehr hoch“, freut sich Patrick Schatzer, Geschäftsführer der Velvety Manufaktur GmbH.
Sehr zufrieden blickt auch Mégane Bereyziat, Cosmetics Product Manager von texen / Quadpack auf die CosmeticBusiness zurück: „Der erste Tag war unglaublich erfolgreich, mit einer höheren Besucherzahl als erwartet und sehr hochwertigen Gesprächen. Wir stellen eine starke Nachfrage nach Ready-to-Go-Produkten fest. Viele Besucher sind aktiv auf der Suche nach innovativen Lösungen, die schnell auf den Markt gebracht und verkauft werden können. Für den deutschen Markt, aber auch für Regionen wie die Schweiz, wird deutlich, dass die lokale Produktion, ein geringerer CO2-Fußabdruck und nachhaltige Produkte immer wichtiger werden."
Wim Pulskens, CCO bei Total Packaging B.V. betont: „Insgesamt hatten wir gute Gespräche mit relevanten Interessenten und erhielten sogar Angebotsanfragen, was für uns ein sehr positives Zeichen ist. Die Gespräche spiegelten auch die Schlüsselthemen wider, die derzeit den Verpackungsmarkt prägen. Viele Besucher suchten nach Orientierung zum Thema PPWR und wollten wissen, was die neue Verordnung ab 2030 bedeuten wird, insbesondere für Geschenksets und zukünftige Verpackungsanforderungen. Wir diskutierten auch das wachsende Interesse daran, die Produktion aus Fernost zurück nach Europa zu verlagern, sowie den anhaltenden Preisdruck auf dem Markt. Die Unternehmen suchen ganz klar nach zuverlässigen, wirtschaftlich attraktiven Alternativen.“
Start-ups lenken Fokus auf KI-Tools
In der Start-up Area stellten junge Unternehmen ihre Technologien und Lösungen für die Branche vor. Mit dabei waren beispielsweise Eyva aus Köln, die mit ihrer KI-gestützten Lösung die Produktentwicklung transformieren wollen, sowie TheaCare aus Berlin. Das Start-up stellte sein Software-Tool KI-Hautanalyse vor. „Schon nach dem ersten Messetag haben wir viele interessierte Gespräche geführt, vor allem zu den Themen Personalisierung, Transparenz und Vertrauen, denn gerade bei KI ist Vertrauen entscheidend“, sagt Dr. Suzan Stürmer, Gründerin des Start-ups TheaCare GmbH.
Internationales Fachpublikum zieht positives Resümee
Auch die Besucher, von denen 25 Prozent aus dem Ausland anreisten, ziehen ein positives Fazit. In einer Umfrage während der Veranstaltung gaben 8 von 10 Befragten an, dass sich der Besuch gelohnt hat und sie im nächsten Jahr wiederkommen werden. Die Anzahl an Top-Entscheidern war ebenfalls hoch. Zwei Drittel der diesjährigen Besucher haben einen wesentlichen Einfluss auf Einkaufsentscheidungen in ihren Unternehmen. Insgesamt reisten Besucher aus 50 Ländern nach München. Die meisten von ihnen kamen aus Österreich, der Schweiz, Polen, Italien und den Niederlanden.
Zu den Top-Zielen der Besucher zählten in diesem Jahr Information über Neuheiten und Branchentrends zu erhalten sowie Geschäftskontakte zu pflegen und anzubahnen. Dabei interessierte sich rund die Hälfte der Besucher insbesondere für den Ausstellungsbereich Verpackung, weitere relevante Bereiche sind Lohnherstellung und Private Label sowie Inhaltsstoffe. Die Branchenaussichten für die nächsten 12 Monate werden insgesamt als stabil bewertet.
Christine Steger, Geschäftsführerin bei MANN & SCHRÖDER COSMETICS GROUP sagt: „Die CosmeticBusiness ist für uns ein wichtiger Branchentreffpunkt. Wir schätzen die Messe als Plattform, auf der die gesamte Wertschöpfungskette zusammenkommt. Genau dieser Austausch auf Augenhöhe – zwischen Marken, Herstellern, Lieferanten und Innovationstreibern – macht die Messe für mich besonders wertvoll.“
GREEN AREA stärkt Nachhaltigkeitsfokus
Mit der neuen GREEN AREA hat die CosmeticBusiness ihr Profil inhaltlich weiter geschärft und ein starkes Zeichen für nachhaltige Zukunftsthemen gesetzt. Die Sonderfläche in Halle 2 bot Raum für Austausch, Wissenstransfer, Diskussion und Inspiration. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Lösungen, Best Practices und zukunftsweisende Impulse für die Kosmetikindustrie. Die Themen waren praxisnah strukturiert. Am ersten Messetag lag der Fokus auf Inhaltsstoffen und Formulierungen, am zweiten Messetag auf Verpackungslösungen.
Die GREEN AREA machte deutlich, dass Nachhaltigkeit längst kein isoliertes Thema mehr ist, sondern die gesamte Produktentwicklung prägt. In Vorträgen, Panel Talks, Green Stories und geführten Sustainability Touren wurde diskutiert, wie Unternehmen regulatorische Anforderungen, Kreislaufwirtschaft, ressourcenschonende Materialien und glaubwürdige Nachhaltigkeitskommunikation in konkrete Lösungen übersetzen können. Gehostet wurde die GREEN AREA von NATRUE aus Brüssel und OneRD aus Zürich, die das Programm begleiteten und den fachlichen Dialog mit der Branche vertieften.
„Für mich ist die CosmeticBusiness wichtig, weil hier alles zusammenkommt: Rohstoffhersteller, Verpackungshersteller und Produzenten. Das Interesse an Lösungen ist groß, gerade mit Blick auf Themen wie den Green Deal und die PPWR, die die Industrie verändern und Kollaboration noch wichtiger machen. Ich sehe die CosmeticBusiness in der Position, Menschen, Ideen und Kompetenzen und Kollaboration zu fördern sowie die Branche aktiv voranzutreiben. Die Green Area ist natürlich ideal dafür, besonders beim Thema Nachhaltigkeit, da sie Innovation und Zusammenarbeit gleichermaßen fördert“, sagt Judith Fiedler, Geschäftsführerin bei oneRD GmbH und Head of Research and Development bei Steinfels Swiss.
SPOTLIGHT Community Award bindet Branche aktiv ein
Ein besonderer Höhepunkt war erneut die Verleihung des SPOTLIGHT Community Awards am zweiten Messetag. Aus insgesamt 24 Einreichungen wählte die CosmeticBusiness Community ihren Favoriten.
Die eingereichten Produkte und Lösungen spiegelten die gesamte Bandbreite der Wertschöpfungskette wider – von neuen Inhaltsstoffen und Formulierungskonzepten bis hin zu nachhaltigen und aufmerksamkeitsstarken Verpackungslösungen für den Point of Sale. Preisträger des zweiten SPOTLIGHT Community Awards ist die Croda GmbH mit dem Pro-Aging Kollagenpeptid Matrixyl® Neolide™.
Termin für die CosmeticBusiness 2027
Die nächste CosmeticBusiness findet vom 2. bis 3. Juni 2027 im MOC München statt. Das Rebooking hat bereits begonnen, erste Standflächen für die CosmeticBusiness 2027 sind schon vergeben.
Weitere Informationen unter
www.cosmetic-business.com