Tarifverhandlungen bei der Leipziger Messe: Hobbymesse Leipzig und chor.com finden trotz Warnstreik wie geplant statt
Bei der Leipziger Messe sollen die Verhandlungen mit der ver.di-Tarifkommission am 5. Oktober in die nächste Verhandlungsrunde gehen. Im Vorfeld hat die Leipziger Messe die Tarifkommission der Gewerkschaft darüber informiert, dass sie mit einem erneut verbesserten Angebot an den Verhandlungstisch kommt. Dennoch hat ver.di für Donnerstag, den 1. Oktober, und Freitag, den 2. Oktober 2026, zu ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Am Donnerstag läuft in der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig die chor.com, am Freitag startet auf dem Leipziger Messegelände die Hobbymesse Leipzig. Beide Veranstaltungen finden wie geplant statt.
„Wir setzen weiterhin auf Verhandlungen auf Augenhöhe und eine konstruktive Annäherung“, sagt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe. „Weitere Arbeitskampfmaßnahmen schaffen keine zusätzlichen wirtschaftlichen Spielräume und erschweren die Suche nach einer gemeinsamen Lösung. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir ver.di bereits zugesagt haben, mit einem erneut verbesserten Angebot in die nächste Verhandlungsrunde am 5. Oktober zu kommen, können wir diesen Schritt nicht nachvollziehen.“
Zusicherung für laufende Veranstaltungen
Der Warnstreik fällt auf den Eröffnungstag der Hobbymesse Leipzig und zwei Veranstaltungstage der chor.com. Die Hobbymesse Leipzig öffnet am 2. Oktober wie angekündigt um 10 Uhr, alle Tickets behalten ihre Gültigkeit. Auch der Betrieb der KONGRESSHALLE am Zoo Leipzig für die chor.com ist an beiden Tagen sichergestellt. „Auch während des Warnstreiks tun wir alles dafür, dass sich unsere Kunden und Besucher auf die Leipziger Messe verlassen können“, sagt Markus Geisenberger. Aktuelle Informationen für Besucherinnen und Besucher zur Hobbymesse Leipzig gibt es unter www.hobbymesse.de.
Zum aktuellen Stand der Verhandlungen
Die Leipziger Messe und ver.di verhandeln seit Juli 2026 über einen neuen Tarifvertrag. „Gleich zu Beginn ist ver.di mit unverhältnismäßig hohen, unrealistischen Forderungen in die Verhandlungen gekommen“, sagt Markus Geisenberger. „Diese gehören zu den höchsten Forderungen in Tarifverhandlungen in Deutschland im Jahr 2026. Die Forderungen der Gewerkschaft liegen immer noch weit außerhalb des finanziellen Rahmens. An der Ausgangslage hat sich faktisch nichts geändert.“
Dem gegenüber hat die Leipziger Messe ihr Angebot nach der ersten Verhandlungsrunde schrittweise verbessert. Zuletzt wurde eine Erhöhung von insgesamt 6,2 Prozent angeboten. Dennoch hat ver.di die Verhandlungsrunde am 10. September abgebrochen. Im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde hat die Leipziger Messe nun angekündigt, ihr Angebot erneut zu verbessern und sich damit an den äußersten Rand des finanziell möglichen Rahmens zu bewegen.
Bereits am 8. September hatte ver.di zu einem ersten Warnstreik aufgerufen. Am 5. Oktober verhandeln beide Seiten weiter. „Wir wollen einen fairen Tarifabschluss und im Sinne aller Beschäftigten zeitnah zu einer Einigung kommen. Dabei geht es uns darum, für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein und Arbeitsplätze langfristig zu sichern“, sagt Markus Geisenberger. „Wir erwarten auch auf Seiten von ver.di die Bereitschaft, in Verhandlungen zu einer Einigung zu kommen.